…in ihren Bannkreis zu geraten, sind cholerische Charaktere sympathischer als die Bedächtigen und Vernünftigen. Zumal auf Bühne und Leinwand geben sie Bewegung und Spannung, ohne die das Publikum bereits im ersten Akte schliefe. Auch ist es unterhaltsam,…
…zu schelten läßt sich gar mancher hinreißen, wenn er bedenkt wieviel Geld hier gemacht und Aufsehen erregt wird, bei wenigem Können.
Der Künstler will durch Besonderheit glänzen,…
…welche das Alte nicht hören wollen und von den alten Schriften nichts lernen, verwechseln dieses historische Alter mit dem der Greise, denen die Jahre das Leben ausgetrocknet, Herz und Verstand allmählich gelähmt hat.
…daß Zorn verderblich sei. Alle Einwendungen, es könne der Zorn doch zuweilen auch Nutzen bringen, ja selbst Gerechtigkeit, wenn es nur ein gerechter Zorn wäre, bestreitet er damit, daß eine solche Regung dann eben nicht Zorn zu nennen sei, denn dieser schade grundsätzlich.
Schön ist’s, der Laute zarten Ton bestimmen,
Schön, die Natur der Leinwand anvertraun;…
…weil ich dasselbe sagen wollte, was sie sagen, sondern was mir gut scheint. Von den Alten sollten wir nicht lernen, sie zu wiederholen, sondern die Kunst, eigene prächtige Werke hervorzubringen.
…einst dem Römischen Senat zur Seite stehend, öfter täuschen als die Berater, welche unseren Regierenden wissenschaftlich gegründete Prognosen und Ratschläge erteilen?
…Der eine zeigt seine Belesenheit, der andere seine Sprachkenntnisse, ein dritter die illustre Gesellschaft, welche seine Meinungen teilt. Berühmte Namen werden herbeigerufen, um den eigenen schwächelnden Gründen aufzuhelfen,…
…oder um Abwendung eines Übels bitten, heißt eigentlich, an seiner Güte und Allweisheit zweifeln.
Wären wir in anderen Verhältnissen besser beraten als in den bestehenden,…
…wie viele heute weltweit am zuvielen Rauchen und Trinken, Drogen- und Medikamentenmissbrauch, an Hunger und Durst, Verkehrsunfällen, Kriegen und Revolutionen und den übrigen Todesursachen, bei denen man denkt,…