… um ihrer selbst willen, nicht wegen eines Zweckes oder Nutzens. Ich nun behaupte, man sucht sie sehr wohl um eines Nutzens willen …
sei um ihrer selbst willen da, alles in ihr jedoch habe einen Zweck, für den es gut sei, ein Ziel wohin es strebe. Nun behaupten aber die Stoiker …
… Wirkensfeld unter vielen, auf welchen sich der Mensch hervortun kann in seinem Streben nach Lob und Anerkennung und letztlich nach Geltung …
… gelten zwar als größte Gegensätze zur Eintracht, Höflichkeit, Toleranz und Liebe – aber sie nähren sich letztendlich aus derselben Quelle …
… und keineswegs ein unverrückbarer Wert in sich. Manche Tugenden und moralische Werte mögen beständiger sein als Reichtum und Posten, aber absolut und unantastbar sind sie keineswegs – denn …
… in den seltensten Fällen, gerade dasjenige haben wollen, worauf man neidisch ist. Vor allem Charakterzüge, Eigenschaften und Aussehen würde man nicht gerne einfach übernehmen, jeder will schließlich …
… denn es findet sich immer einer, der auf einem Gebiet, wo wir selbst gerne glänzen würden, mehr hat oder besser ist. Den Neid überwinden können wir nicht, denn …
… Selbstbehauptung, Glanz und Macht. Warum können wir uns beim Anblick der Natur damit abfinden, ja genießen es sogar wie alles hervordrängt und sich, um der eigenen Herrlichkeit willen, gegenseitig niederringt – während wir, sobald wir das selbe bei Menschen beobachten …
… DAS GANZ NORMALE BÖSE: Mit dem ersten Schuss ist die entscheidende Grenze übersprungen. Der Amokläufer kann dann gar nicht mehr zurück, es tritt für ihn auch gefühlsmäßig ein neuer, nie gekannter Zustand ein. Er erfährt das Gefühl der Wichtigkeit und kostet zum ersten Mal jenes der Mächtigkeit, der grandiosen Überlegenheit, der Einzigartigkeit. In einer Mischung aus narzisstischem Höhenrausch und Untergang erlebt er sich als gnadenlose Rächer, als unbesiegbare Kampfmaschine, als Herr über Leben und Tod. …
… Zwar muss ich, zu meinem großen Bedauern, eingestehen, dass es in jeder Disziplin tausend Bessere gibt, doch in der Summe, im Wesentlichen, im Eigentlichen, in dem, worauf es in Wahrheit ankommt …