DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

APHORISMEN - VIII

In Jugendjahren hatte ich Erwartungen an das Leben, die ganz phantastisch über allem flatterten, was irgend normal zu nennen wäre. Nichts war mir gut und absonderlich genug für mein “einzigartiges” Leben, das ich für nichts achtete, wenn es sich nicht über alles Dagewesene,…

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Consultus und Iratus unterreden sich über Wahlen und Demokratie.
Consultus: Heute ist doch Sonntag und die Wahlen des neuen Parlaments. Hast du deine Stimme schon gegeben?…

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Das herrlichste Geschenk, welches uns Gott verliehen, ist unsere Unfehlbarkeit: Denn was wir auch immer unternehmen, welchen Irrtümern wir verfallen, in welche Schuld wir uns verstricken, selbst unsere Trägheit und Seichtigkeit, sie geraten uns auf die Länge zu Erkenntnissen auf dem Wege zur Wahrheit,…

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Mein Publikum werde ich kaum unter Akademikern finden und kaum unter denen, deren Bildung auf dem neusten Stand ist. Ich wäre aber zufrieden, wenn die Kernigen, Lustigen, Freimütigen, die man sich als Freunde, als Trinkgesellen, als Helfer und Hilfsbedürftige denken kann,…

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Einer unserer Fehler vielleicht, im Gespräch zuweilen Gedanken auszubreiten, die sich eben erst in unserem Geiste zu entwickeln beginnen. Der Zuhörer muß bei der Geburt stehen, was allemal kein schöner Anblick, und wie das frisch entschlüpfte Kind kaum als menschliches Wesen zu erkennen,…

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Nach einer Umfrage, welche allerdings von der Apothekerzeitschrift getätigt und daher nicht ganz ohne Geschäftsinteresse und Färbung sein muß, halten dreiundneunzig Prozent der Bürger die Gesundheit für den Inbegriff des persönlichen Glücks,…

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Wenn einer mit den Anforderungen des Lebens nicht zurechtkommt, wird nicht selten als Therapie empfohlen, er solle sich eine ganz eigene, nur ihn selbst interessierende Tätigkeit suchen, solle Bilder malen, reisen oder sich auf irgendein anderes Hobby verlegen.

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Einige Freiheit genießt, wer an sich selbst genug hat und wenig von der Welt erwartet. Das preisen seit je die Philosophen. Dennoch verspürt selbst der Genügsame gelegentlich den Drang, in die Welt zu schauen, und er staunt, mit welchen Reichtümern sie aufzuwarten hat,…

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Bei Plato ist das demokratische Staatswesen ein rechter Sauhaufen: Alle Meinungen gelten, jeder tut was er will und vor allem was ihm nutzt. Die Welt ist schön bunt aber die Kultur erbärmlich. Diese Sichtweise ließe sich durchaus auf die heutigen Demokratien übertragen.

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Wir sollen unsere Mitlebenden werten und beurteilen, aber unser Maß nicht an ihnen nehmen und ihres nicht an uns. „Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied,…

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