DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

April 2013

… in irgendeiner Sache fortzuschreiten, in seinem Berufe, beim Bau seines Hauses, bei der Bearbeitung seiner Flöte, beim Vermehren seines Geldes, bei der Eroberung von Frauen oder sogar beim Loswerden seiner Pfunde, bei Einhaltung seiner Diät. Alle solche Disziplinen und Künste haben gemein, dass die Fortschritte beim Anfänger zwar bedeutend sind …

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… Das beginnt schon mit den ersten Grundlagen der Wissenschaft, denn in der Natur ist nichts abgemessen, sie kennt keine Zahlen, sie kennt keine Zeitrechnung und Längenmessung. Zwar gibt es in der Natur etwa einen unaufhörlichen Wechsel zwischen Tag und Nacht und es gibt auch Entfernungen von einem Ding zum andern. Die Idee aber, sich hierfür eine Messmethode zu schaffen, an der sich alle Menschen orientieren können, also etwa eine Maschine …

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… und schafft sich dazu alle denkbaren Disziplinen, für die in der Natur zunächst keinerlei Anlass oder Notwendigkeit bestünde. Er will sich messen im Sport, in der Kunst, in der Wissenschaft, im Kriege, in der Moral oder sich wenigstens Protagonisten wählen, die für ihn um den besten Platz ringen, mit denen …

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… aus Idealen, sondern ein Konglomerat aus vielerlei Werten und Regeln mit dem einzigen Zweck, den sozialen und zwischenmenschlichen Frieden zu fördern. Was Gerechtigkeit in einem höheren, absoluten, allgemeingültigen Sinne wäre, kann auf keine Weise definiert werden. Ob es gerecht wäre, wenn alle gleich viel hätten …

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22. Apr. 2013

An einen Freund …

… ich danke Dir für Deine Teilnahme. In der Tat war und ist die Frage, wie wir nach dem Tode dastehen werden, sei’s vor einem höheren Richter oder im Gedächtnis der Nachwelt …

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… Zur Macht gehört für uns aber auch das Bewusstsein von Selbstbestimmung und Freiheit. Denn wären wir bloß das Werkzeug eines anderen, so wäre er der Mächtige, nicht wir. Wir streben also gleichermaßen nach Macht und nach Freiheit, denn das eine kann ohne das andere nicht sein …

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… im Umgang mit anderen Menschen hat seinen Grund nirgendwo anders als in unserer Eitelkeit und Eigenliebe. Schön und erfreulich ist, wenn wir geachtet und geliebt, bewundert und liebkost werden, aber nichts schlägt mehr aufs Gemüt als wenn man uns nicht gelten lässt, kritisiert, beschimpft, beleidigt, kränkt …

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… wäre uns kein Lob jemals zu groß und keine Schmeichelei zu dick aufgetragen. Wir würden wachsen bei dem Lob unserer Größe, aufblühen bei dem Preis unserer Schönheit und, dem Genie gleich, alles überstrahlen bei der Bewunderung unserer Klugheit. Im Grunde gefällt uns jedes Lob und jede Schmeichelei, solange wir …

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… Und so hat denn der heillose Mensch Peregrinus oder (wie er sich selbst lieber nannte) Proteus die Ähnlichkeit mit seinem Homerischen Namensverwandten, vollständig gemacht, und der ehrsüchtige Tor, nachdem er sich nach und nach in tausenderlei Gestalten verwandelt hatte, ist zu guter Letzt – so heftig brannte die Liebe zum Ruhm in ihm – noch gar zu Feuer geworden! …

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