DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

2013

… daß es keine Erkenntnis der Dinge gibt und man sich daher allen Urteilens enthalten soll. Vor allem im Ethischen sei nichts an sich gut oder böse, ehrenwert oder gemein …

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… die in ihrer Konsequenz und Kompromisslosigkeit sonst nirgendwo zu finden ist. Zur Bekräftigung meiner Ergebnisse suche ich dabei keinerlei Belege aus wissenschaftlichen Untersuchungen oder statistischen Erhebungen, sondern berufe mich ausschließlich auf Selbstbeobachtung und Erkundung meiner inneren Regungen …

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… würden am Hergekommenen festhalten, könnten sich nicht mehr für neue Ideen und Träume begeistern. Vielleicht ist es aber so, dass den Alten …

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… was ich falsch gemacht, was hätte anders tun sollen, wo ich schuldig geworden, wem Unrecht getan, wen verletzt, wie ich vor mir selber bestehen, mich im Spiegel betrachten kann, so ist dies die Ebene, auf die mich mein Bewusstsein unmittelbar hinführt, es sind die Fragestellungen, auf die mich die Mitmenschen und Zeitgenossen seit frühester Kindheit konditioniert haben …

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… Von akuten körperlichen Schmerzen abgesehen, die aber in der Regel nur kurz andauern oder nur schwere Krankheit und das Alter betreffen, ist es immer das Gefühl, weniger zu gelten, unattraktiv, ungeliebt zu sein, verloren zu haben, unterlegen, betrogen, ausgenutzt zu sein …

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… dass nichts ohne eine Ursache geschehen könne, jede Veränderung einen Grund, jede Handlung ein Motiv haben müsse, ist im Grunde ebenso nur eine Meinung unter anderen und keineswegs zwingend. Warum sollte etwas nicht einfach nur so geschehen können, als ursprünglicher Schöpfungsakt, als ein Hervorgehen aus dem Nichts …

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… in philosophischem oder theologischem Sinne existiert nicht, und selbst wenn es sie irgendwo gäbe, so spielte dies für uns Wahrheit-Suchende gar keine Rolle. Die Suche nach Wahrheit ist wie ein Wettkampf im Sport, wir versuchen die Kontrahenten zu übertreffen und auszustechen, den Beifall des Publikums und …

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… ihn ein persönliches Motiv antreibt. Es geht immer um einen Vorteil oder um die Furcht eines Nachteils, manchmal materieller Art, meistens jedoch, weil er um sein Ansehen besorgt ist …

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… in irgendeiner Sache fortzuschreiten, in seinem Berufe, beim Bau seines Hauses, bei der Bearbeitung seiner Flöte, beim Vermehren seines Geldes, bei der Eroberung von Frauen oder sogar beim Loswerden seiner Pfunde, bei Einhaltung seiner Diät. Alle solche Disziplinen und Künste haben gemein, dass die Fortschritte beim Anfänger zwar bedeutend sind …

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… Das beginnt schon mit den ersten Grundlagen der Wissenschaft, denn in der Natur ist nichts abgemessen, sie kennt keine Zahlen, sie kennt keine Zeitrechnung und Längenmessung. Zwar gibt es in der Natur etwa einen unaufhörlichen Wechsel zwischen Tag und Nacht und es gibt auch Entfernungen von einem Ding zum andern. Die Idee aber, sich hierfür eine Messmethode zu schaffen, an der sich alle Menschen orientieren können, also etwa eine Maschine …

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