DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

2012

… versuchen die östlichen Weisen und viele ihrer esoterischen Nachahmer das Ich zu überwinden, das Selbst zu entgrenzen, mit der Welt Eins zu werden. Ich gehe den entgegengesetzten Weg …

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… Wir mögen noch so allgemeine Argumente vorbringen oder die Globalisierung verteidigen, die allgemeinen Menschenrechte, den Gott aller Menschen, es wird doch immer parteiisch sein – sobald wir nämlich die eigenen Gedanken …

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.. auch irgend einen Nutzen bringe oder wenigstens mein eigenes Leben positiv beeinflusst habe — und diese Frage ist mehr als berechtigt, denn ohne einen solchen praktischen Nutzen bliebe ja nur noch der Vorteil der Erkenntnis, mit der man zwar glänzen aber die meisten Probleme doch nicht lösen kann. Nun handelt es sich bei meinen Betrachtungen zunächst zwar nur um Beobachtung …

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… im Mittelalter, der 60 Mönche und 6 kleine Kinder verspeist haben soll. Schließlich aber habe er es nicht mehr ausgehalten und seine Schandtaten gebeichtet. Was mag ihn zur Beichte getrieben haben, und wie konnte er sich freiwillig den schlimmsten Strafen aussetzen? Hätte er nicht friedlich in seiner Sünde weiterleben können? War da ein Gewissen …

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… aus Angst, es könne etwas Abträgliches ans Licht kommen, man könne Feindseligkeit, Hass oder Verachtung auf sich ziehen. In seltenen Fällen wird auch mit Absicht und strategisch gelogen, wenn sich einer durch die Unwahrheit einen materiellen Vorteil erhofft. Dies nennt sich Betrug. Noch seltener ist die Lüge aus reiner Bosheit …

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… gegen einen viel Stärkeren durchsetzen, denn hinter seinen Argumenten, seinen Forderungen und Anklagen steht im Grunde immer dieselbe Drohung: Die andern werden alle mir Recht geben und auf meiner Seite stehen! Sie werden Dich schuldig sprechen und verurteilen, sie werden Dich schmähen …

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… und sich nach ihnen richtet. Falls er dagegen verstößt, soll er sich fürchten vor unserer Rache, vor unseren Strafen oder wenigstens unserer Missgunst. Reue zeigen ist ja nichts anderes als diese Furcht …

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… wie die anderen uns achten, der soll sich einmal vorstellen, keiner würde ihn lieben, alle …

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… Darüber steht kein Gesetz, weder ein irdisches noch ein göttliches – jedenfalls soweit wir von einem solchen etwas wissen können.

Wer allerdings, im einzelnen Falle, der Stärkere ist, das lässt sich oftmals nicht erkennen, denn die Macht hat eine Vielzahl von Gesichtern und verbirgt sich hinter raffinierten, oft unscheinbaren Masken. Der Stärkere kann derjenige mit der stärksten Faust oder den besten Waffen sein, oder der Reiche, der sich vielen Einfluss erkauft, oder viele Arme, die den Reichen zum Teufel jagen …

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… oder Gebote wirken nicht so sehr durch ihren vernünftigen Inhalt als vielmehr durch den zwischenmenschlichen sozialen Druck, der durch die begleitenden Minen und Handlungen ausgeübt wird. Die Drohung, dass der Adressat, sofern er sein Verhalten nicht ändert …

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