DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

2011

…ist sinnvoll, sofern wir darunter verstehen: sei ihm nützlich und angenehm, denn nur so wirst du die Gunst und Achtung erhalten, davon dein eigenes Glück letztendlich abhängt.

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…vor sich selbst heißen nur deswegen so, weil sie in unserem Inneren, in uns selbst ablaufen anstatt in direktem Austausch mit anderen. Es sind aber deswegen nicht weniger die Anderen, vor denen wir uns dabei rechtfertigen, deren Bestätigung wir heischen,…

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…dass es ein absolutes Gutes und Böses gäbe, und das ist ihre Befangenheit und letztlich, als Philosophen, ihr Verhängnis. Denn sie müssen sich notwendig in Widersprüche verwickeln und in Seichtigkeiten verlieren.

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…ums Viel-Gelten geht, warum geben wir dann oft und gerne unsere Schwächen zu? — Nun, weil es unsere Größe zeigt, wenn wir das, was andere aus Angst vor Blöße verstecken, mutig präsentieren. Sie fürchten dadurch zu sinken, wir sind so überlegen, daß wir noch Späße machen.

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22. Jul. 2011

Aufgabe,…

…Sinn und Ziel des Lebens ist es, möglichst glücklich zu sein. Weil aber das Glück dem Menschen hauptsächlich, ja fast ausschließlich, durch Anerkennung und Zuneigung der Anderen zuteil wird, muss er sich stets bemühen, etwas ihnen Nützliches und Angenehmes zu tun.

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…ist dem Menschen ebenso natürlich und lebensnotwendig wie die Suche nach Nahrung. Würde er diese vernachlässigen, müsste er Hungers sterben, käme er jenem nicht nach, würde sein Wert in der Gemeinschaft fallen,…

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Für unsere eigene Eitelkeit schämen wir uns, denn sie zeigt, daß wir nicht autark sind, daß wir von der Gunst und guten Meinung anderer abhängen, für die wir schön oder stark oder reich oder gut sein wollen.

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…daß wir uns in irgendeiner Hinsicht minderwertig fühlen und es uns vorkommt, als genössen die Anderen mehr Anerkennung, mehr Zuneigung und stünden also höher und wären also glücklicher.

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…behaupten gerne, es käme ihnen beim Blick in den Spiegel nur darauf an, sich selbst zu gefallen, mit ihrem eigenen Bilde zufrieden zu sein, ganz gleich was andere davon halten könnten. Sie wollen nicht wahrhaben,…

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…denn das Gute, das wir dabei den anderen tun — indem wir sie erhöhen — macht uns sympathisch und erhöht uns also selbst.

Dann aber scheuen wir uns auch, andere zu loben, denn wir fürchten,…

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