DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

2011

… Wer nicht auf Geld und materielle Vorteile aus ist, der strebt nach Anerkennung, Geltung, Wirkung, Macht – und ist dafür umso egoistischer …

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8. Nov. 2011

Die Welt als ganze …

… ist vielleicht um ihrer selbst willen da, aber alles in der Welt bedingt sich gegenseitig und ist also stets für etwas anderes da. Es dient als Ursache für eine Wirkung, als Motiv für eine Handlung, als Auslöser oder Gegengewicht und hat also immer irgendeinen Zweck, ist Mittel für ein Anderes. Einen Selbstzweck gibt es nicht und zwar auch nicht in der Tugend und …

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… bestehe in gerechtem Handeln, in Gemeinsinn, Hilfs- und Opferbereitschaft, kurz in Ausübung der moralischen Tugenden. Man sagt, solches Handeln belohne sich selbst und unmittelbar, der Lohn liege in der Handlung selbst und sei unabhängig von äußeren Umständen, unabhängig von der Laune eines Andern oder den Zufälligkeiten des Schicksals. Worin allerdings dieser Lohn bestehen soll …

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… und Moralischen dient immerhin als Orientierung und Erkenntnishilfe: Wie oft wissen wir nicht, warum die Menschen sich so seltsam aufführen, für eine Sache mit Feuer eintreten, eine andere mit Hass und …

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… angeboren sei oder ein Produkt unserer Erziehung, würde ich so beantworten: Angeboren ist uns der Drang gut zu sein, wir wollen uns bewähren, hervorragen, glänzen oder wenigstens bestehen und haben Angst, aus dem Kreis der Unsrigen verstoßen zu werden. Worin aber dieses Gutsein jeweils besteht, das leitet sich aus Erziehung und Erfahrung her …

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… unsympathisch? Es könnte uns doch gleichgültig sein, wir haben schließlich keinen materiellen Schaden von ihren Vorlieben. Es rührt aber daher, dass sie sich zu sehr mit ihrer eigenen Lust beschäftigen und demnach zu wenig mit uns. Mit so einem haben wir schon von Ferne keine Freude uns einzulassen, denn er würde uns keine Aufmerksamkeit schenken – außer wenn wir sein Laster teilten, dann könnten wir uns wechselseitig bestätigen.

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… liegt im Grunde nicht am Täter, denn der will beidemale dasselbe, nämlich seinen eigenen Vorteil. Entweder will er sich materiell bereichern mit Geld und Gütern oder ideell mit Anerkennung, Ehre, Geltung, Zuneigung. In jedem Falle aber will er sein Ansehen, seinen Rang und letztlich seine Macht erhöhen, denn dies ist die eigentliche Quelle allen Glücks …

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6. Sep. 2011

Werte …

… moralische, kulturelle oder religiöse, beziehen ihre Gültigkeit und Wahrheit nicht von einem Absoluten, Unveränderlichen, sondern wandeln sich fortwährend und unterscheiden sich auch zu jedem Zeitpunkt von denen der anderen, gerade existierenden Kulturen. Ihre Funktion besteht zum einen darin …

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… und man muss sich keine Sorgen machen, dass Moral und Sitte verderben würde, dass die heutigen Zeiten schlecht seien oder die junge Generation keinen Anstand mehr habe. Moralisch gut sein heißt anderen gefallen wollen, heißt ihnen nützlich und dienstbar sein, um ihre Zuneigung und Anerkennung zu gewinnen, um sich ein Mitgliedsrecht in der Gesellschaft zu erwerben. Der Drang dazu ist aber nicht anerzogen, sondern ein Urinstinkt zur Lebenserhaltung.
Anerzogen sind nur die einzelnen Formen …

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… etwa 60% der Deutschen mit ihrem Leben zufrieden oder sehr zufrieden sein, und dieser Wert soll nicht bloß einmal ermittelt sondern über Jahrzehnte hinweg in mehreren Umfragen sich bestätigt haben. Das finde ich sehr erstaunlich. …

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