DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

21. August 2010

Alles was wir für die andern tun — und das ist das Meiste von allem, was wir tun — tun wir, um bei ihnen gut dazustehen, für unser Ansehen, unseren Ruhm. Der Handel ist also ausgeglichen: Wir leisten den Dienst und man bezahlt uns mit Ansehen, Zuneigung, Respekt, etc.

Nun wehrt sich aber mancher gegen dieses Dienen, will etwas für sich tun, sich selbst verwirklichen, von Anderer Gunst und Gnade frei sein. Auf den Lohn allerdings will er deswegen nicht gleich verzichten, will die ideellen Güter: Ansehen, Zuneigung, Lob und Komplimente weiterhin einstreichen — will da Kreuzer ond da Wecka.