DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

Juli 2010

…denn wo ließe sich schöner Ruhm erwerben als im Kampfe gegen einen Schurken. Es kann der Ruhm sonst nur in Wettkämpfen und Spielen gesucht werden — und wird dort nie denselben Glanz erreichen.

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30. Jul. 2010

Autorität des Autors

Wenn uns ein Autor für sich eingenommen hat, wenn wir seine Naturkraft und Souveränität anerkennen, so verzeihen wir ihm leicht manche Unvollkommenheit, und Stellen, die wir nicht verstehen, lassen wir offen oder geben dem Autor Kredit, daß er bei den dunklen Worten sicher etwas gedacht…

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…daß andere übel von uns reden und bewirken damit nicht wenig. Die bloße Vorstellung solcher Nachrede wühlt uns schon gehörig auf und erregt unseren Zorn, gleichviel ob da Wahres oder nur Erfundenes herumgereicht wird…

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26. Jul. 2010

Hier auf Erden…

…hat das moralische Treiben wohl einen Sinn, denn durch die ständige Sorge geachtet zu werden, nicht in Ungnade zu fallen, moralischen Druck auszuüben und zu erfahren, wird der Mensch und die Welt in Gang gehalten.

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25. Jul. 2010

Bisher glaubte man,…

…es gäbe wahre große Handlungen, die ihren Lohn in sich selbst trügen, während Ruhm und Lob nur eine gefällige Beigabe sei, deren sich der wahrhaft Tugendhafte aber leicht entschlagen könne. Jetzt scheint es aber, als sei der Ruhm das Eigentliche,…

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…die Alten sich mehr sorgten als die Jungen, ist ganz falsch. Es scheint dies nur so, weil sie es deutlicher aussprechen und einfordern — vielleicht weil es ihnen mit den Jahren bewußter geworden, daß darauf alles ankommt.

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…in Urteilen über Kulturdinge die Frage nach der Neuheit. Hat der Künstler Neues in die Welt gesetzt, so ist’s gut, hat er sich bloß einer Tradition angeschlossen, wird’s zum Kunsthandwerk geschoben, Geist und Phantasie…

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Labruyère

Aber nicht bloß alles Übel, sondern auch alles Glück kommt uns aus dieser Abhängigkeit voneinander.

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13. Jul. 2010

Man könnte meinen,…

…es gäbe unter den Produkten menschlicher Betriebsamkeit edlere und weniger edle, entsprechend dem Grade wie sie für sich selbst genossen werden oder eben nur Zwischenprodukte und Mittel sind zu denjenigen…

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11. Jul. 2010

Viele Worte…

…verschwendete einst Polybios auf die Begründung der These, daß eines Tages das Schwarze Meer vom Schlamm der Donau ganz und gar gefüllt sei. In noch großartigeren Prophezeihungen ergehen sich Geologen und Klimaforscher unserer Tage…

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