DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

Mai 2010

31. Mai. 2010

Es ist heikel,…

…sich über Geschmack zu äußern. Wenn des anderen Geschmack vom eigenen abweicht, wittert er sofort eine Kränkung, einen Angriff auf seinen Geschmack, auf sein Urteilsvermögen, ja auf seine Person. Es handelt sich hier oft nur um leise Stiche,…

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…damit es ihn erinnere, sich die nötige Nahrung zu beschaffen, so gab sie ihm auch den Seelenschmerz, welcher nichts anderes ist als ein Hunger nach Achtung und Geltung, damit er sich bemühe um seinen Rang,…

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…von der ich mein ganzes Leben über nicht abweichen konnte, nämlich dasjenige, was mich erfreute oder quälte, oder sonst beschäftigte, in ein Bild, ein Gedicht zu verwandeln und darüber mit mir selbst abzuschließen,…

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11. Mai. 2010

Die Erkenntnis,…

…dass wir fast vollständig von der Meinung anderer abhängen und Ansehen unser höchstes Gut ist, ist zunächst einmal empörend. Wir wollen vielmehr frei sein, selbstbestimmt, in uns selbst ruhend, aus uns selbst schaffend — und nicht hinnehmen,…

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…wenn man seine guten Taten künftig nur noch aus Berechnung täte, d.h. in der Abwägung: „Wieviel muß ich andern nützlich sein, um sie für mich einzunehmen, und auf wieviel Liebe und Anerkennung darf ich dafür hoffen?“

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…die ihre Gärten uneinsehbar machen, warum ziehen sie abends die Vorhänge zu und schließen die Läden? Doch nur, weil sie Angst haben — aber nicht vor Einbrechern, sondern vor der Meinung ihres Nachbarn.

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…benötigt die Moralität, um so zu erscheinen wie sie erscheint, keines höheren Grundes. Göttliche Gebote, eine Idee des Guten, ein Ideal der Gerechtigkeit und Menschlichkeit, sie mögen sein oder nicht, aber ohne sie,…

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