DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

März 2010

…ist die Anerkennung der anderen, weswegen die Tugend, als welche uns zu dieser Anerkennung verhelfen soll, seit jeher von den Philosophen als höchstes Gut gepriesen wurde. Diese Anerkennung, und damit unser Glück, scheint ein äußerliches Ding zu sein,…

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…weil er sich schämt, bis zu solchem Grade von der Meinung und dem Geschmacke anderer abzuhängen. Diese Abhängigkeit ist an sich schon erniedrigend, aber umso mehr, wenn ans Licht kommt, mit welchem Diensteifer,…

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…ist vielleicht, dass er seinen beiden hauptsächlichen Bestrebungen, nämlich bei anderen etwas zu gelten einerseits, frei zu sein andererseits, zugleich nachgehen will, sie sich aber, in der Regel, gegenseitig widerstreiten.

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…sind nichts als Spielregeln für diverse Spiele und Wettkämpfe in der Arena des Moralischen: Dort spielt man einmal das Christenspiel, das Spiel römischer Bürgerehre, das jüdische Spiel, das buddhistische Spiel,…

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…ist Ansehen und Macht. Um sie zu erhalten müssen wir den anderen dienstbar sein, nützlich und erfreulich. Auch mit Geld kann Ansehen und Macht erlangt werden; allerdings ist dieses Mittel nur äußerlich und bei Verlust des Geldes geht das Ansehen mit.

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…wenn der einst so hoch geschätzte Freund unser Interesse verliert, wenn die zuvor so heiß Geliebte jetzt langweilt, gar auf die Nerven geht, so steckt in den meisten Fällen dahinter, dass wir auf irgendeine,…

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3. Mrz. 2010

Der Ring des Gyges:

Unsichtbarkeit würde uns nichts nützen, denn wir tragen die andern mit uns herum, fühlen uns ständig von ihnen beobachtet und beurteilt, selbst wenn sie entfernt oder bereits gestorben, ja noch nicht einmal geboren sind (Gewissen, Allgegenwart Gottes wird es gewöhnlich genannt).

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…und was gelobt wird, ist das Gute — wobei es freilich darauf ankommt, dass diejenigen loben, deren Urteil uns wichtig ist.

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