DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

24. November 2009

Neun Zehntel unseres Lebens bestehen darin, gefallen zu wollen. Allerdings wollen wir nicht jedem gefallen und nicht zu jeder Zeit und empfinden manchmal einen nicht zu bändigenden Drang, uns aus einer solchen Abhängigkeit zu befreien. Wir stecken aber währenddessen noch in tausend anderen Abhängigkeiten, wobei uns am angenehmsten diejenigen sind, die uns Glanz und Sympathie einbringen. Denn das ist die andere Seite unserer Unfreiheit, unserer Abhängigkeit vom Urteil anderer: Wenn es gut ausfällt, bedeutet es unser Glück.