DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

November 2009

30. Nov. 2009

Moralische Gefühle…

…wie Nächstenliebe, Mitleid, Mitfreude am Glück der andern, die Freude zu helfen, sich selbst zu opfern, sind private Regungen und eines jeden eigen Sache. Sie betreffen das moralische Wollen, denn wir haben dabei die Empfindung, als käme der Antrieb ganz aus uns selbst.

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26. Nov. 2009

Ein höherer Ursprung…

…der Moral ist nicht nötig. Von Natur aus verlangt es den Menschen, gut bei Seinesgleichen dazustehen. Um dies zu erreichen, muß er ihnen nützlich sein. Am besten wird er bei ihnen dastehen, wenn sie den Eindruck haben,…

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25. Nov. 2009

Wichtig sei nicht,…

…was die andern sagten, sondern ob man sich selbst im Spiegel anschauen, ob man vor seinem eigenen Gewissen bestehen könne. Das ist aber eine vordergründige Ausdrucksweise, hinter der in Wahrheit steckt: Ich will mich nicht danach richten,…

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…bestehen darin, gefallen zu wollen. Allerdings wollen wir nicht jedem gefallen und nicht zu jeder Zeit und empfinden manchmal einen nicht zu bändigenden Drang, uns aus einer solchen Abhängigkeit zu befreien.

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…— in einer polarisierten Darstellung.

negativ: ohne einen einzigen applaudierenden Zuschauer (existierte er auch nur in unserer Vorstellung) könnten wir weder an uns selbst noch an unseren Handlungen irgendwelchen Gefallen finden.

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…gegen die Meinung oder den Glauben anderer, so sind sie dies in Wahrheit nur äußerlich, sie geben vor, den Andersdenkenden ganz und gar gelten zu lassen, um weltoffen und nicht borniert zu scheinen, um sich den Andersdenkenden nicht zum Feinde zu machen.

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20. Nov. 2009

Unser Mitleid…

…rührt oftmals nur von der Furcht, den Unwillen des Leidenden auf uns zu ziehen. Wir fühlen uns gedrängt, ihm zu helfen oder wenigstens Anteil an seinem Leiden zu bekunden, weil er uns sonst der Hartherzigkeit, Gleichgültigkeit oder des Hochmutes zeihen könnte,…

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19. Nov. 2009

Man wird einwenden,…

…es sei ja dann nichts Großes mehr in der Tugend, wenn alles nur darauf beruhe, andern zu gefallen, wenn es keinen höheren, absoluteren Maßstab gebe. Dann wäre doch alles nur Eitelkeit.

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…Sitte und Anstand wahren, das Gesetz beachten. Aber dies ist nur äußerlich, eine verkrustete Hülle, unter der in Wahrheit steckt: Wir wollen nicht anecken, nicht Mißmut, Haß oder die Rache unserer Nächsten auf uns ziehen.

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…sich bei andern beliebt zu machen. Es gibt dabei aber unterschiedliche Grade, denn während sich der eine durch Kumpanei im Kreise seiner Nächsten Freunde schafft, gelingt es dem andern, ein ganzes Volk für sich zu begeistern,…

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