DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

30. Oktober 2009

Das Gute tun wir, um gut dazustehen, um geliebt, geachtet, respektiert zu werden. Weniges geschieht aus reinem Mitleid, oder aus dem bloßen Bedürfnis, andern zu helfen. Das ändert aber nichts daran, daß wir soviel als nur möglich Gutes tun sollen, denn wir haben diese Liebe, diese Achtung und Anerkennung so nötig wie nichts Anderes. Selbst Essen und Trinken ist nichts ohne sie, auch Gesundheit nicht, und ohne Liebe und Achtung wird aller Reichtum wertlos. Deshalb müssen wir Gutes tun, d.h. andern nützen, Opfer bringen, um gut bei ihnen dazustehen, denn dies ist unsere erste Grundnahrung.