DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

Juli 2009

…ist eine künstliche Wunschkonstruktion. Es mag zwar real bisweilen vorkommen, daß einer einen andern liebt wie sich selbst, etwa eine Mutter ihr Kind; aber sie liebt in diesem Maße eben wirklich nur ihr Kind und wird jeden, der ihm etwas zuleide tut,…

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…ist Nutzen und Schaden. Im Zwischenmenschlichen, Geselligen entsteht daraus Moral, indem „nützlich für andere“ höher gewertet wird als „nützlich für sich selbst“. Darin stimmt jeder gerne zu, weil er ja Interesse hat, daß die andern nicht nur für sich selbst,…

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…sei es die eines Athleten im Ringkampfe, eines Freundes, eines politischen Führers, einer Mannschaft, einer Partei, eines Krieg führenden Heeres, so freut uns je mächtiger, stärker und größer dieser Mensch oder diese Menschengruppe ist,…

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…mit denen wir menschliche Eigenschaften aus der Natur abzuleiten versuchen, scheinen mir einigermaßen absurd. Z.B. Darwin: Könnte ein Zugvogel, der, getrieben vom Wanderinstinkt, seine Jungen im Stich gelassen, zurückschauen und jene durch den Hunger umkommen sehen,…

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…das Moralisieren insbesondere ist uns vielleicht nicht direkt angeboren, wie auch die Sprache nicht angeboren ist, es gehört aber doch wie diese zum Menschsein, zu unserer Natur.

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…von denen wir ergriffen und gerührt sind, sei es über uns selbst oder über andere, es sind die großen Augenblicke des Lebens.

Für diesen schönen Teil des Moralischen ist es aber vollkommen unbedeutend,…

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…welche sich bequem in unsere Sammlung fügen:

Die Handlungen und Ereignisse im Leben der Menschen scheinen, von außen gesehen, sehr verschieden und mannigfaltig,…

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8. Jul. 2009

Einen Künstler,…

…der seine Kunst nur zum Vergnügen treibt, nehmen wir nicht ernst, wir verlangen, daß er seine ganze Zeit und Kraft, im Grunde sein Leben opfert, um uns zu gefallen. Erst dadurch sind wir genügend gerührt und geschmeichelt, ihm den Ruhm zu gönnen.

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6. Jul. 2009

Wir wollen Ansehen,…

…um den Weibern zu gefallen und also der Fleischeslust zu genießen, und dann wieder hilft uns ihre Gunst, um Ansehen zu gewinnen.

Ansehen verhilft uns auch zu Geld und Luxusgütern,…

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…eine Persönlichkeit, verschieden von allen anderen, originell, selbstbestimmt. Andererseits, wenn man die menschliche Gesellschaft von außen betrachtet, fällt nichts so sehr ins Auge als die Einförmigkeit der Charaktere, der Sitten, …

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