DIETMAR ODILO PAUL

WIE WAHRHEIT WANDELT

PHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN

März 2009

…ist nicht nur ein Druckmittel, andere zu unterwerfen, es dient auch, im besten Sinne, als Erziehungswerkzeug — und uns selbst zur Schärfung des Gedächtnisses. Wenn wir eine wichtige Sache zu besorgen versäumten, so hilft nichts so sehr, es uns fürs nächste Mal einzuprägen,…

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…nicht darauf, was die andern von dir erwarten!“ — soll heißen: im Gewissen ist eine von menschlichen Interessen unabhängige Instanz, eine Stimme Gottes, ein kategorischer Imperativ, ein unbestechliches Empfinden für das Gute.

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…ist nur der wirklich Gutgelaunte — solange er in sein Schaffen verliebt ist oder in sein Mädchen. Zuverlässig halten solche Zustände aber nicht, und daher vermute ich, daß das Schlechte Gewissen eine durch und durch demokratisch und sozial verteilte Gemütsbewegung ist,…

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8. Mrz. 2009

Schlechtes Gewissen…

…ist kein Teil eines höheren moralischen Vermögens, sondern nichts als die Angst vor Nachteil und Strafe auf Erden. Daß man ein solches Gepäck gerne los wäre, ist nicht verwunderlich, es ist schließlich erniedrigend, vor seinesgleichen zu kuschen und zu zittern.

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…sich nicht nach dem Gerede und der Meinung anderer richten, gilt in unserer Zeit geradezu als Maßstab moralischer Integrität, als Ehrensache und Zeugnis der Selbstachtung, und jeder, der auf sich hält, wird es für sich in Anspruch nehmen.

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1. Mrz. 2009

Moral heißt:…

…Gut ist, was nützlich ist. Das hat Hume mit aller Deutlichkeit gezeigt. Der Mensch sucht seinen Vorteil, aber der Mensch ist nicht bloß ein Individuum, sondern auch ein Herdentier, er fühlt bis zu einem gewissen Grade mit andern mit, als sei er mit ihnen zu einem einzigen Individuum verschmolzen.

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